Montag, 11. März 2013

Tut es mir gut oder den anderen?

Seit einigen Tagen beschäftigt mich ein Thema. Am Anfang des Jahres habe ich bei einer Privatschule (Privat=Kostet mich mein privates Geld:) mit einem Einzelcoaching vorbereitend für eine Ausbildung begonnen. Alles was dazu gehört war in Eigenleistung von mir selber zu zahlen. Das ist für mich auch soweit alles in Ordnung. Voller Motivation habe ich mich in die Vorbereitungen und das Lernen gestürzt. Die Schule verfügt über zwei Lehrerinnen. Zunächst hatte ich nur Einzelunterricht bei der einen. Das lief wunderbar und hat viel Spaß gemacht.

Irgendwann kamen dann die Themen an die Reihe, welche von der anderen Lehrerin unterrichtet werden. Da war der Spaß ganz schnell vorbei. Scheinbar ist diese Frau nicht von motivierten und begeisterten Schülern angetan.  Das hat sie mich sehr deutlich spüren lassen. In insgesamt drei Sitzungen versuchte sie mein Selbstbewusstsein dem Erdboden gleich zu machen. Ich spürte sehr deutlich, dass sie keinerlei Interesse daran hat, dass ich ihre Schule weiter besuche oder überhaupt die Ausbildung mache. (Kurze Erläuterung: Jeden/Jede die man ausbildet kann man als Konkurrenz betrachten. Vor allem wen man merkt das Gegenüber ist hoch motiviert und hat evt. noch eine Begabung die einem selber fehlt.)

Bei dem letzten Termin den ich bei ihr hatte, hat sie mir einen sehr wertvollen Tipp mit auf den Weg gegeben. Dieser Tipp war die kompletten 300 € die ich nur für ihren Unterricht zu zahlen hatte wert! Mit diesem wertvollen Hinweis hat sich für mich die Frage gestellt, ob ich diese Ausbildung tatsächlich benötige. Eine Frage die mich längere Zeit beschäftigte. Dazu stellte ich mir die Frage: Muss ich jemanden viel Geld bezahlen, der es so offensichtlich von mir nicht haben will?

Nach reiflicher Überlegung kam ich zum dem Entschluss, dass ich an dieser Stelle und an dieser Schule die Ausbildung nicht machen werde. Meinen Entscheidung und Beweggründe teilte ich an einem Sonntagnachmittag per E-Mail mit. Dieses Vorgehen wählte ich, da die Ausbildung in der kommenden Woche Mittwochs begann. Einen Vertrag hatte ich bis dahin nicht unterschrieben. Diesen hatte ich auch erst zwei Tage vorher (auf mein Bestreben hin) per Mail bekommen. Benötigtes Lernmaterial, welches mir die mobbende Lehrerin zu kommen lassen wollte kam auch erst auf mein Drängen hin und sehr kurzfristig zum Lernen.

Auf meine Mail bekam ich bis Mittwoch keine Reaktion. An dem Tag an dem Abends dann der Ausbildungsgang starten sollte, wurde ich ab nachmittags im 30 Minuten-Takt abwechselnd auf Handy und Festnetzt angerufen. Kurz vor Beginn des Unterrichts erhielt ich dann eine Mail, warum ich so kurzfristig abgesagt habe, dass das nicht dem Bild was frau von mir habe entspräche und man mit mir nochmal telefonieren wolle. Daraufhin habe ich geantwortet, dass wir nochmal ein Telefonat führen könnten. Allerdings erst dann, wenn mein Kind wieder gesund ist. Mein Kind war die letzten zwei Wochen aufgrund der Grippe pflegebedürftig. Ich hatte geschrieben, dass ich mich melde, wenn mein Kind wieder gesund ist und in der Schule, damit ich in Ruhe ein Telefongespräch führen kann. Diese ganze Kommunikation lief mit der scheinbar netten Lehrerin.

Die nette Lehrerin hat ihre Schule vor ca. 13 Jahren alleine gegründet und vor etwa sieben Jahren die Andere mit ins Boot genommen. Mein erster Impuls war, ihr nochmal von dem Verhalten ihrer Kollegin mir gegenüber zu berichten und das mit als Beweggrund anzugeben, die Ausbildung dort nicht zu machen.

Mein Kind ist heute den ersten Tag wieder in der Schule. So hätte ich jetzt die Gelegenheit das Telefonat zu führen. Seit gestern beschäftige ich mich immer wieder mit diesem Thema. Was ich an dieser Stelle noch erwähnen will: Letzten Montag gegen 17:15 Uhr hatte ich einen erneuten Anruf von der Schule. Ich hatte doch geschrieben, dass ich mich melde, sobald es mir möglich ist. Erstens war es gleich der Montag und dann noch zu einer Uhrzeit, wo mein Kind auf jeden Fall bei mir ist und ich nicht in Ruhe reden konnte.

Während ich dies hier aufschreibe, wird mir ganz klar: Es tut mir NICHT gut, wenn ich mich nochmal bei der Schule melde. Wozu? Ich hatte meine kompletten Beweggründe nett verpackt in der E-Mail dargestellt. Ich hatte keinen Vertrag unterschrieben. Eine Reaktion auf meine Mail bekam ich erst Tage später, die von mir angeforderte Lesebestätigung habe ich bis heute nicht erhalten. Meinen Aussagen wurde kein Respekt entgegen gebracht. Warum soll ich mich damit weiter belasten und das Thema welches für mich erledigt ist erneut aufrollen? Die Schule und ihre beiden Inhaberinnen hatten ihre Chance bei mir.

Und dies ist mein Monat als Geschenk für mich. Diesen werde ich nutzten; Menschen und Situationen die mich belasten einfach am Wegrand stehen lassen und weiter gehen.





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